5 Social Media Fehler, die du nicht machen solltest zum Thema „Umgang mit hoher Reichweite“.

Land unter in Berlin-Zehlendorf
Die Geschichte einer beeindruckenden Rettungsaktion: Meine 5 Top-Learnings für Betreiber einer eigenen Facebook Fanpage zum Thema „Umgang mit hoher Reichweite in sozialen Netzwerken“

 

Was ist passiert?
Vielleicht hast du es auf Facebook gesehen, selber erlebt oder von mir erzählt bekommen – am Samstag Nachmittag, den 22.07.2017 ist wenige Meter vom Büro der Qualedia Werbeagentur am Teltower Damm 20 etwas außergewöhnliches geschehen: Direkt in der Unterführung vom S-Bahnhof Zehlendorf, sammelte sich nach heftigem Regen derart viel Wasser, dass der Teltower Damm einem Fluss ähnelte. Busse reihten sich aneinander, Menschen versammelten sich, fotografierten und auch Autos standen im Stau. Doch nicht alle Autos standen im Stau. Eins trieb im Wasser und wurde von tapferen Passanten aus dem Wasser geschoben und gezogen. All das direkt vor meinen Augen und vor meiner Kamera.

Das Auto im Wasser spielt in diesem Erfahrungsbericht also eine ganz besondere Rolle. Es wurde für mich zum Symbol des Miteinanders, der Zivilcourage und zeigte mir, wie viel auch ich noch zu lernen habe, wenn es um das Thema „Umgang mit großer Reichweite in sozialen Netzwerken“ geht. Denn mein Post erreichte auf einmal eine auf meine eigenen Posts bezogene unbekannte Menge an Likes, Teilungen und Reaktionen. 

 

 

(Mein Post auf Facebook mit einer erstaunlichen Interaktionsrate)

 

 

Social Media Zahlen, Daten, Fakten: Was brachte mir diese Reichweite?

Der Post auf meinem privaten Facebook Profil …
hat 297.900 Videoaufrufe (Stand 25.07.2017) erhalten, 288 Reaktionen generiert (Like, Wow, Lachen), wurde 2.014 Mal geteilt (Stand 25.07.2017), wurde 11x kommentiert (5 Personen kenne ich, 3 davon seit Jahren keinen Kontakt), hat meinem privaten Facebook Profil 120 neue Freundschaftsanfragen eingebracht 

Der Post in der Gruppe „Zehlendorf-Süd ein Leben lang“ …
wurde 29x kommentiert und hat 98x Reaktionen (Like, Wow, Lachen, Traurig) generiert. Nach der Veröffentlichung in dieser Gruppe, begann die Viralität erst richtig! Falls du also ein Thema hast, das für bestimmte Menschen noch relevanter ist, als für andere: Finde heraus, wer sich für deine Inhalte interessieren könnte und veröffentliche deine Inhalte dort, wo sich die Zielgruppe aufhält.

Der Post auf meiner offiziellen Fanpage hat …
125.800 Personen erreicht, 570 Reaktionen generiert (Like, Wow, Lachen, Traurig), 181x Kommentare generiert , 28x Likes auf meiner Fanpage eingebracht , 150€ durch bewerben des Beitrages gekostet. Den letzten Punkt spreche ich weiter unten nochmal an bei „Beitrag beworben“. 

Weitere Ereignisse
3x bin ich gefragt worden, ob der Beitrag geteilt werden dürfe (1x von Kiez.Report, 1x von Chaska Stern – Coach für Zivilcourage und 1x von einer privaten Person), 2x habe ich mitbekommen, dass meine Bilder und Videos geklaut wurden – also aktiv heruntergeladen und von einer Seite mit großer Reichweite und einer Privatperson gepostet, als seien es eigene Inhalte (Dunkelziffer), 3x wurde mir gemeldet, dass da jemand meine Fotos und Videos unrechtmäßig nutzt, 1x hat mir ein privater Freund, der gar nicht mal bei Facebook angemeldet ist über Whatsapp meine eigenen Bilder geschickt und gefragt, ob ich mitbekommen habe, was in Zehlendorf passiert sei, 1x hat mich ein vielleicht interessanter Business-Kontakt angeschrieben, 1x hat sich ein privater Freund aus der Grundschule bei mir gemeldet, nach über 15 Jahren sehen wir uns bald wieder.

 

 

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Lerne von meinen Social Media-Fehlern!

Die Zahlen klingen nicht schlecht. Die vorherige Aussage selber noch viel zu lernen zu haben, mag allerdings für einen Marketingberater erstmal ungewöhnlich klingen, der auch Unternehmen in Sachen Social Media berät. Doch lernen wir alle jeden Tag dazu. Dank dieser eigenen Erfahrung kann ich Freunden, Followern und Kunden aufgrund eigener praktischen Erfahrungen, noch viel authentischer dabei helfen, diese Fehler nicht zu wiederholen. Einfach, weil ich das selber alles bereits hinter mir und gemacht habe. Nehmen wir jetzt also einfach mal einen anderen Blickwinkel ein: Diese Erfahrungen, die ich hier gesammelt habe, gebe ich dir völlig offen und ungefiltert weiter! Das, was ich gleich nennen werde und richtig gemacht habe, kannst du im Grunde 1:1 so nachmachen und auf deine Inhalte übertragen. Das, was ich nicht richtig gemacht habe, werde ich hier nennen und auseinandernehmen.

 

Zwischenfazit

Ich gebe zu – das mit dem Wetter und der Reichweite war mit etwas Glück verbunden. Auch sonderlich zielgerichtet war und ist das nicht. Denn wen habe ich erreicht und welche Leute haben durch das ganze hier meine Fanpage geliked? Richtig! Vermutlich nicht Menschen, die an mir, meiner Arbeit oder an der Qualedia Werbeagentur interessiert sind, sondern welche die sich wohl mehr fürs Wetter interessieren. Dennoch muss ich sagen, dass mir das egal war und bis zu einem gewissen Grad auch noch immer ist. Gerade, wenn du selber noch am Anfang deiner Social Media Karriere bist, gilt es erstmal aufzufallen – den Menschen da draußen zu zeigen, dass du überhaupt existierst! Ich schätze die Wahrscheinlichkeit als recht gering ein, dass ich in naher Zukunft nochmal einen Post veröffentliche, der über 125.000 Menschen erreicht und 1.944x geteilt wird. Es wäre also fatal gewesen diese Reichweite überhaupt nicht zu nutzen. Deswegen ärgert es mich ja auch, dass meine Fanpage nicht vorher fertig war, ich die Bilder und Videos direkt vor Ort gepostet habe und nichts mit meinem Namen oder meiner Firma gebrandet war. Genau das predige ich eigentlich meinen Kunden immer. „Alles was rausgeht, muss gebrandet sein“. Nicht ganz so schlimm wird es, wenn ich mir dann allerdings klarmache, dass ich zu dem Zeitpunkt eh keine Fanpage hatte, nicht dachte, dass das so einschlägt und auch mit einer Fanpage voll mit Unwetter-Fans nicht viel anfangen könnte.

 

Meine Top 5 Social Media Fehler, die du nicht machen solltest!

 

1. Privates Facebook Profil
Da ich zum Zeitpunkt des Geschehens und der Aufnahmen noch keine Social Media Präsenz in Form einer Fanpage hatte, habe ich den Post über mein privates Profil veröffentlicht und auch in eine Zehlendorfer Gruppe gepostet. Wenn man kein Unternehmen hat oder sowieso nicht plant eine Fanpage zu starten, ist das auch völlig in Ordnung. In meinem Fall, hat es mich allerdings einiges an Reichweite gekostet. Wenn ich dies über meine Fanpage gepostet hätte, würde ich jetzt vermutlich deutlich mehr „Fans“ haben und auch eine viel bessere Auswertung an Klicks, Zahlen, Daten und Fakten einsehen können. 

 

2. Fehlendes Branding
Das ist wohl einer der größten Fehler. Ein einfaches Logo auf den Bildern mit Link oder meinem Namen, wären für mich selber zielführender gewesen. Andere Seiten hätten die Bilder/Videos somit auch nicht einfach so klauen und als ihre Inhalte ausgeben können. Also: alles was du veröffentlichst muss immer – ich wiederhole – IMMER gebrandet, also mit deinem Logo, Namen, deiner Fanseite oder sonstiges versehen werden. Als Urheber hast du auch immer das Recht darauf genannt zu werden.

 

3. Beitrag beworben
Dieser Punkt gehört hier nur halb rein. Sofern es finanziell möglich ist bei der Sichtbarkeit etwas nachzuhelfen, kann man das schon machen. Bei realen Fachartikeln und wirklich themenbezogenen Inhalten, empfehle ich das natürlich viel zielgerichteter einzusetzen. Also hier bei den Facebook Werbeanzeigen eine klar Zielgruppe zu definieren, für die das jeweilige Thema relevant ist – sonst ist es Geldverschwendung. Das kann man in diesem Fall auch behaupten, aber hierbei ging es mir tatsächlich nur darum, dass so viele Menschen wie möglich den Beitrag sehen. Und da hier tatsächlich erstmal die Quantität im Vordergrund stand und nicht die Qualität, hat es sich auch erfüllt.

 

4. Viralität unterschätzt
Wieder einmal hat sich bestätigt, dass Emotionen auch im Social Media einer der stärksten Motoren überhaupt sind – ebenso, wie die Relevanz! Das ist keine wirklich neue Erkenntnis, doch in diesem Umfang, mit meinen eigenen Inhalten und einem solchen Ergebnis, auch für mich eine interessante neue Erfahrung! Es war ein Mix aus Emotionen („Oh mein Gott, da ist jemanden etwas passiert und wie toll, dass so viele Menschen direkt helfen und die Fahrer des Wagens befreien“) und Relevanz („In meiner Nachbarschaft ist so etwas passiert, da war ich doch vor kurzen noch … Freund Max Mustermann – das musst du dir angucken!!“), das diesen Post so erfolgreich machte.

 

5. Falsche Priorisierung
Direkt nachdem sich die ganze Aufregung etwas gelegt hat, bin ich erstmal in ein Restaurant essen gegangen und habe mich nicht weiter um den Post gekümmert. Im Idealfall, hätte ich die Aufnahmen direkt nachbearbeitet, mit meinem Branding versehen und erst dann hochgeladen. Wenn etwas so aktuelles passiert, was viele Menschen interessieren könnte und man darauf wert legt, dass die eigene Sichtbarkeit steigt, sollten die Prioritäten überprüft werden. Kurz: „Was bringt mich jetzt weiter? Essen gehen oder einen Top-Beitrag aufzuarbeiten?“

 

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Fazit zum Social Media Exkurs

 Auch wenn die erreichten Personen sicher nicht alle zu meiner Zielgruppe gehören, habe ich im Ansatz erfahren, was es bedeutet selber eine gewisse Reichweite zu haben. Ohne all das hätte ich … 1. weiterhin nur Wissen an Kunden vermitteln, was ich nicht selber erfahren und in der Praxis erlebt hätte. 2. vermutlich keinen Kontakt zu meinem alten Schulfreund hergestellt 3. nicht den möglicherweise interessanten Business-Kontakt geknüpft 4. Nicht so viel Spaß mit Social Media gehabt 5. noch immer keine eigene Fanpage 6. diesen Blogpost nicht verfasst. 7. Dich als Leser nicht so konkret vor möglichen Fehlern warnen können. 8. selber nicht so viel in so kurzer Zeit über das Thema „hohe Reichweite“ gelernt.

 

Beste Grüße und bis zum nächsten Blogpost

Michael H. Schulze (M.A.)
Marketingberater & Geschäftsführer

 

4 Kommentare

  1. Dänu Extrem Antworten

    Danke für die Tipps…
    ..und viel Erfolg mit der Firma!

    1. Michael H. Schulze

      Sehr gerne – freut mich, dass dir der Beitrag gefällt und auch danke für die Erfolgswünsche!

      Beste Grüße
      Michael H. Schulze

  2. Andreas Schwab Antworten

    Guter Beitrag! und auch von mir viel Erfolg mit der Agentur..
    Ps. Teil ihn um den Radius zu erweitern..

    1. Michael H. Schulze

      Hallo Andreas, ein herzliches Dankeschön!

      Beste Grüße
      Michael H. Schulze

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